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Ich im Zug
Mi., 14.8.2002 Die Reise beginnt (30km + 6km)
6:00 Aufstehen. Es ist top Wetter, man hat nach diesem Sommer kaum noch daran geglaubt. Vielleicht wird der Urlaub doch noch ganz gut? Zügig frühstücken und zum Bahnhof.
6:40 Abfahrt vom Bahnhof Ahlen. Die Fahrt verläuft ohne Probleme. Nur der Umstieg in Offenburg ist etwas stressig, weil wir 5 min Zeit haben und es keine Aufzüge gibt.
14:09 Ankunft am Bahnhof Donaueschingen. Endlich, wir sind da. Die Fahrt mit der Schwarzwaldbahn von Offenburg aus hat uns richtig eingestimmt. Der Urlaub kann losgehen. Onkel Andi wartet schon vorm Bahnhof, er ist den Neckartal-Radweg von Stuttgart gefahren. Man muss sich erst wieder an die schweren Räder gewöhnen. Wir fahren langsam los Richtung Donauquelle, wo wir kurz stoppen und uns für die ersten Kilometer fertig machen. Dann geht es los durch das junge Donautal (700m ünN) über Geisingen (kurz Lebensmittel einkaufen) nach Immendingen. Dort gibt es einen kostenlosen Radlerzeltplatz. Andi übernachtet in einem Gasthaus im Ort. Tim und ich folgen noch einen Pfad entlang der Versickerungsstellen, wo man dieses Jahr nich viel sieht, da es zuviel Wasser hat. Wir picknicken noch auf einer Bank und fahren zurück.

Tim und ich an der Donauquelle
Do., 15.08.2002 Erster Tag: Immendingen - Sigmaringen (73km)
Es ist wieder schönes Wetter. Wir packen unser Zelt und sonstige Sachen zusammen und fahren nach Immendingen, wo wir uns mit Andi treffen und frühstücken. Wir fahren auf ruhigen Wegen los, sehen uns Tuttlingen an und fahren weiter Richtung Beuron, wo wir mittags Pause machen. Ab Mühlheim kommen die Kalkfelsen der Alb zum Vorschein und das Tal wird eng. Die Strecke um das Kloster Beuron ist malerisch mit alten Burgen hoch über uns auf den Felsen. Kurz nach Beuron habe ich eine Reifenpanne, der Grund ist immer noch ungeklärt. Wir kommen vor 19:00 auf dem Campingplatz in Sigmaringen an und gehen erstmal ins Freibad zur Abkühlung. Es waren doch ein paar kleine Steigungen auf der Strecke. Wir bauen unser Zelt auf und gehen in ein Bistro (von Andi empfohlen) essen. Abends sitzen wir noch am Lagerfeuer. Andi übernachtet im Zelt.

Andi und ich
Fr., 16.08.2002 Zweiter Tag: Sigmaringen - Blaubeuren (105km)
Ich fahre los und kaufe unser Frühstück ein. Wir frühstücken, packen unsere Sachen und fahren nach einer kleinen Cappuccino-Pause los. Ab jetzt weitet sich das Tal und man fährt über Felder. Wir fahren zügig und machen ein paar Verpflegungspausen an Supermärkten. Das letzte Stück zwischen Ehingen und Blaubeuren ist wieder sehr schön, allerdings merken wir langsam unsere Beine. Andi übernachtet in einer Pension, Tim und ich fahren zur Jugendherberge, die natürlich erhöht liegt, so dass wir ein letztes Mal kämpfen müssen.

Tal vor Sigmaringen
Sa., 17.08.2002 Dritter Tag: Blaubeuren - Günzburg (73km)
Nach dem reichlichen Frühstück in der Jugendherberge treffen wir Andi vor seiner Pension und fahren zum Blautopf. Der leuchtet in der Morgensonne allerdings mehr grünlich. Dann fahren wir gemütlich Richtung Ulm, wo wir die Fußgängerzone ablaufen und in einem Bistro schöne Salatteller zu Mittag essen. Nachmittags verabschieden wir uns von Andi, der mit der Bahn nach Stuttgart zurückfährt. Für Tim und mich gehts weiter nach Günzburg. Der auf der Karte eingezeichnete Zeltplatz liegt ein ganzes Stück von der Donau entfernt bei einem Naturfreundehaus. Wir bauen unser Zelt auf und sitzen noch in der Abendsonne.

Blautopf
So., 18.08.2002 Vierter Tag: Günzburg - Donauwörth (63km + 17km)
Heute ist Sonntag. Das ist in Deutschland schlecht für den Selbstversorger. Wir frühstücken an der Elf-Tankstelle mit H-Milch und weichen Brötchen. Ich schaue mir kurz die Fußgängerzone an und Tim fährt schonmal voraus. Auf dem Zeltplatz war ein Pärchen, das in die selbe Richtung fährt wie wir. Das weckt gleich unseren Kampfgeist und wir fahren heute sehr zügig über die Hauptstraße, so dass wir schon kurz nach Mittag in Donauwörth ankommen. (Trotdzdem haben wir die beiden immer wieder getroffen, wenn wir eine kurze Pause gemacht haben.) Wir bauen unser Zelt auf dem Platz des Kanuvereins auf, essen etwas und machen uns auf den Weg zum Freibad, was dummerweise auf dem Berg liegt. Das Wasser ist trotz 'Solarbeheizung' saukalt, aber man hat eine schöne Aussicht. Hinterher fahren wir ins Stadtzentrum, was sehr nett ist. Wir essen beim Italiener drei Pizzen und Salat und sitzen hinterher noch draußen.

Ulmer Stadtmauer
Mo., 19.08.2002 Fünfter Tag: Donauwörth - Ingolstadt (63km)
Wir frühstücken gemütlich und fahren spät los. Die Strecke hat viele Steigungen und wir sind doch etwas k.o. Gegen Mittag holen wir das Pärchen von gestern wieder ein. Die Tageshöchstgeschwindigkeit ist 61km/h. Abends gehen wir kurz durch Ingolstadt und übernachten in der Jugendherberge.

Donauwörth
Di., 20.08.2002 Sechster Tag: Ingolstadt - Vohburg (22km)
Uns geht es nicht so gut und wir legen einen Ruhetag ein. Wir fahren an den Baggersee und verbringen da die meiste Zeit des Tages. Nachmittags fahren wir gemütlich nach Vohburg und campen auf einem kostenlosen Zeltplatz. Abends ziehen erste Wolken auf.

Weltenburg bei Regen
Mi., 21.08.2002 Siebter Tag: Vohburg - Regensburg (72km)
Morgens ist noch alles trocken aber bewölkt. Nach dem Frühstück fängt der Regen an. Wir fahren im strömenden Regen nach Regensburg, benutzen dabei von Weltenburg nach Kehlheim das Schiff. Leider kann man vor Regen nicht viel erkennen. Gegen 15:00 kommen wir an der Jugenherberge in Regensburg an. Wir und unsere Räder sind von oben bis unten eingesaut und wir sprühen alles mit dem Gartenschlauch ab. Ich bin durch und druch naß und mir ist kalt, ich stelle mich längere Zeit unter die heiße Dusche. (Tim fand die Fahrt nicht schlimm, das war ein willkommenes Abenteuer.) Unsere Taschen sind dicht geblieben, wir ziehen uns um und gehen am späten Nachmittag, nachdem der Regen aufgehört hat, in die Stadt. Wir essen bei einem chin. Schnellimbiss gebratene Nudeln. Die Altstadt ist sehr schön!

Regensburg
Do., 22.08.2002 Achter Tag: Regensburg - Kleinschwarzach (80km)
Wir fahren nach dem guten Jugenherbergsfrühstück zum Donau-Einkaufszentrum, wo wir uns mit Proviant eindecken. Dann gehts zur Walhalla, wo wir etwas verweilen. Die Sonne kommt heraus und es ist wieder warm. Dann geht es weiter nach Wörth, dort ist ein Einweggrill für 1EUR im Angebot und wir können nicht Nein sagen. Also grillen wir erstmal in aller Ruhe. Gegen 17:00 geht es dann wieder weiter, wir legen einen Zahn zu und fahren streckenweise über 30km/h (mit Tim vorne). Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir in Kleinschwarzach (vor Deggendorf) an und bauen unser Zelt bei einem Bauernhof auf. Wir sitzen noch im Mondschein auf dem Deich an der Donau.

Walhalla
Fr., 23.08.2002 Neunter Tag: Kleinschwarzach - Passau (73km)
Morgens ist es nebelig, es kommt aber bald wieder die Sonne durch. Wir kaufen in Deggendorf ein und frühstücken an der Donau (wir haben nach längerer Suche keinen besseren Platz gefunden). Tim ist so dicht am Wasser, dass ihn eine Flutwelle von zwei Schiffen erwischt und seine Sachen wegschwemmt. Seine Brille ist bis heute unauffindbar. Dann geht es gemütlich weiter. Wir spüren die anstrengende Fahrt von gestern. Nachmittags ist es sehr heiß und wir machen ein paar kleine Pausen. Gegen Abend sind wir in Passau und zelten auf dem Platz des Kanuvereins. Nach dem Aufbau fahren wir noch durch die Satdt und essen beim Chinesen. Passau ist auch eine Top Stadt!

Ende eines Frühstücks
Sa., 24.08.2002 Zehnter Tag: Passau (15km)
Tim geht es nicht so gut und wir legen einen Ruhetag ein. Wir fahren morgens in die Stadt und frühstücken auf dem Domplatz. Hinterher kaufen wir die Bahntickets von Wien nach Hause. Nachmittags sind wir auf dem Zeltplatz, raümen auf und putzen die Räder. Ich fahre nochmal in die Stadt zum Telefonieren und Fotografieren. Abends fahren wir zur Veste Oberhaus hinauf (22% Steigung), von wo man einen herrlichen Blick über Passau hat. Ich esse mein Abendbrot und wir kehren spät zurück.

Dom in Passau
So., 25.08.2002 Elfter Tag: Passau - Feldkirchen (76km)
Nach dem Frühstück usw. starten wir wieder als letzte vom Zeltplatz. Die Sonne scheint und es sit sehr heiß. Bis zur Grenze ist viel Verkehr, in Österreich sind dann sehr schöne Wege und Landschaft. Bei Marsbach fahren wir aus dem Donautal hinauf ins Mühlviertel (sehr anstrengend!). Oben hat man eine sehr schöne Aussicht über die hügelige Landschaft. Wir essen in Niederkappel und ruhen etwas aus bis die Motorradfahrer aus Passau die Ruhe beenden. Bei Obermühl fahren wir wieder hinab ins Donautal, das bis Untermühl sehr schön ist! Ich habe eigentlich die Etappe schon für beendet angesehen, als der Radweg endet. Auf dieser Seite der Donau sind steile Klippen und man soll mit einer Fähre übersetzen. Wir denken uns, die 2EUR sparen wir und tragen die Räder eine Stunde lang über einen schmalen Kletterpfad entlang der Klippen. Das mache ich nicht nocheinmal! Wir fahren bis in die Dunkelheit und sind um 20:30 am Campingplatz.

Passau aus der Luft
Mo., 26.08.2002 Zwölfter Tag: Feldkirchen - Au (69km)
Wir schlafen sehr gut (liegt vielleicht auch am Vortag). Die Sonne scheint wieder aber es weht ein starker Wind. Alles ist trocken und wir fahren nach dem Frühstück zu den Badeseen von Feldkirchen. Ich schwimme schnell eine Runde, dann geht es los. Die Überbleibsel der Überschwemmung werden immer deutlicher sichtbar. Vor Linz ist die Strecke nicht schön, es geht immer an einer stark befahrenen Straße entlang. In Linz fahren wir die Fußgängerzone hoch, sehen uns den Neuen Dom an und essen Mittag. Um 17:00 geht es weiter Richtung Enns. Auf dem Weg dahin ist die Stra0e stark beschädigt und eine Brücke weggeschwemmt. Für Tim gibt es nur die Richtung nach vorne und er trägt unsere Sachen durch den Fluß. Wir sehen uns kurz den Turm in Enns an und fahren weiter. Es wird schon wieder dunkel. Um 20:30 sind wir am Campingplatz kurz hinter Mauthausen. Der ist allerdins wegen Hochwasser geschlossen und wir schlafen umsonst in einer Hütte.

Klettertour mit Rädern
Di., 27.08.2002 Dreizehnter Tag: Au - Willersbach (53km)
Wir haben kaum geschlafen wegen den Mücken und sind schon um 7:30 wieder auf den Rädern. Wir kaufen in Mitterkirchen ein und fahren zu einem Badesee westlich davon. Dort frühstücken wir ausgiebig und legen uns hinterher nochmal schlafen. Wir wachen gerade rechtzeitig auf, um uns vor einem Geweitter in Deckung zu bringen. Danach ist das Wetter wieder gut und wir fahren über Klam (mit Burg) nach Grein. Da kaufen wir nochmal ein und essen zu Abend. Hinterher wechseln wir aufs Südufer und übernachten bei Willersbach (10km vor Ybbs) auf einem Campingplatz. Das Tal ist hier sehr eng, steil und bewaldet.

Flußüberquerung
Mi., 28.08.2002 Vierzehnter Tag: Willersbach - Krems (75km)
Obwohl es am Abend vorher sehr neblig wurde ist morgens alles trocken und das Wetter wieder schön. Nach dem Frühstück auf einer Bank am Donauufer fahren wir weiter. Bei Persenbeug wechseln wir wieder aufs Nordufer und fahren bis Emmersdorf, wo wir Mittagspause machen. Danach geht es weiter nach Spitz in der Wachau. Hier hat es Obstplantagen und Wein im Tal, es ist sehr schönund sehr warm, könnte auch Südtirol sein. Wir fahren in den Weinberg, ruhen etwas und genießen die Aussicht. In Spitz gibt es leider keine Übernachtungsmöglichkeit für uns und wir fahren wieiter über malerische Orte wie Weißenkirchen und Dürnstein nach Krems. Dort ist ein sehr ordentlicher Campingplatz. Nach dem Zeltaufbau gehen wir noch in dei Stadt.

Spitz in der Wachau
Do., 29.08.2002 Fünfzehnter Tag: Krems (45km)
Das Wetter ist top und wir legen einen Ruhetag ein. Wir frühstücken morgen schön, waschen und putzen die Räder. Dann fahren wir zum chin. Mittagsbuffet und essen bis zum Umfallen. Sowas haben die sicher noch nicht erlebt! Wir brauchen noch etwas Zeit zum Verdauuen und fahren schließlich hinauf zum Stift Göttweig (200m Höhenunterschied). Von dort hat man eine herrliche Aussicht. (Bei der Abfahrt erreiche ich 68km/h.) Ich fahre abends noch durch Stein und die Kremser Altstadt.

Stift Göttweig
Fr., 30.08.2002 Sechzehnter Tag: Krems - Klosterneuburg (75km)
Top Wetter. Wir radeln heute sehr zügig (bis abends 23km/h Durchschnitt). Mittagspause machen wir in Tulln, ist ganz nett. Dann geht es weiter nach Klosterneuburg. Wir bauen das Zelt auf einem schönen Campingplatz auf und gehen ins "Happyland" Freizeitbad nebenan. Danach gehen wir kurz durch die Stadt, es ist aber nicht viel los.

Stephansdom
Sa., 31.08.2002 Siebzehnter Tag: Klosterneuburg/Wien (0km)
Wir frühstücken zeitig und fahren um 9:00 mit der Bahn nach Wien. Wir schauen bei der Jugendherberge vorbei und reservieren uns zwei Nächte. Dann gehen wir getrennt auf Sightseeing Tour: Stephansdom, Karlskirche, Votivkirche, Parlament, Rathaus, Prater. Abends bin ich noch auf dem Rathausplatz beim Filmfestival. Es wird "Wiener Blut" gezeigt, tolle Athmosphäre! Nachts wachen wir plötzlich auf, es gewittert stark! Aber das Zelt hält dicht.

Votivkirche
So., 01.09.2002 Achtzehnter Tag: Klosterneuburg - Wien (25km + 25km)
Es ist wieder gutes Wetter und wir frühstücken gut. Dann fahren wir mit dem Rad und unseren Sachen zur Jugenherberge. Ich fahre über die Höhenstraße mit Ausblick über ganz Wien vom Kahlenberg. Um 13:00 beziehen wir unser Zimmer. Nachmittags fahre ich zu Schloß Schönbrunn, Belvedere und dem Hundertwasserhaus und durch die Stadt zurück. Es gibt kaum Radwege und der Verkehr ist schrecklich. Abends gehe ich zusammen mit Tim auf den Rathausplatz. Es wir zum Abschluß des Filmfestivals "Don Carlo" gezeigt.

Karlskirche
Mo., 02.09.2002 Neunzehnter Tag: Wien (55km)
Nach dem Frühstück fahre ich mit Tim nochmal zu Schloß Schönbrunn und Belvedere. Die Gartenanlagen sind sehr schön, alles andere kostet viel Eintritt. Nachmittags fahre ich über den Prater, Donauinsel und durch die Innenstadt zurück. Abends gehen wir zum Abschluß nochmal in die Stadt und essen beim Chinesen mit Blick auf den Stephansdom.
Di., 03.09.2002 Die Reise endet
6:30 Aufstehen. Sachen packen und frühstücken
8:16 Abfahrt vom Bahnhof Wien West.
20:16 Ankunft in Ahlen.
Fazit
Wir sind ca. 1180km gefahren, hier ist die Strecke auf der Karte eingezeichnet.
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Hier gibt es das Tagebuch zum Schwedenurlaub 2001
Bei Fragen und Anregungen bin ich unter folgender Emailadresse erreichbar: cooper2000@uni.de
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 12. Oktober 2002