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Für Evilangel666! Hoffe mal, sie gefällt
ihr.
Shinya
seufzte leise und sah sich traurig um. Wie fast jeden Abend war Shinya mit
seinen Freunden in einer Bar gegangen. Und wie fast jeden Abend saß Shinya
alleine da. Toshiya und Die tanzten eng umschlungen zu einer langsamen Melodie,
während Kaoru und Kyo in einer Ecke saßen und rumleckten. Shinya hingegen fühlte
sich einfach nur einsam. Wenn die beiden Pärchen endlich einmal Zeit für sich
fanden, war Shinya sofort abgeschrieben.
Der
Drummer schniefte leise und nippte an seinem Glas.
“Ich
gehe...”, murmelte Shinya nach einer Weile.
“Bye...”,
murmelten Kyo und Kaoru zwischen einem Kuss.
Shinya
seufzte noch einmal und zog seinen Mantel an. Er ging zum Ausgang und vergrub
die Hände in den Taschen, als ihm plötzlich sein Schlüssel herausfiel. Shinya
verzog das Gesicht und bückte sich schnell. Als er wieder aufstand, prallte er
fast mit einem Jungen zusammen.
“Gomen
nasai...”, murmelte Shinya, ohne aufzusehen.
Der
junge Drummer ging weiter, wurde aber plötzlich am Arm gepackt.
“Shinya?”
Shinya
drehte sich ein wenig verärgert um, aber seine Gesichtszüge wurden sofort
weicher, als er seinen Gegenüber sah.
“Ryutaro?”
“Shinya!”
Shinya
runzelte die Stirn. “Was tust du hier?”
“Hey,
das könnte ich dich auch fragen. Was tust DU hier?”
“Ich
bin mit meinen Freunden hier...”, murmelte der Drummer.
“Äh...
Und dann gehst du schon so früh wieder?”
Shinya
knurrte leise und deutete zu den beiden Pärchen hinten in der Bar.
Ryutaros
Augen weiteten sich.
“Oh...”,
sagte er.
Shinya
nickte. “Hmhm...”
Er
hob den Kopf und lächelte Ryutaro freundlich an.
„Na
dann... ich gehe dann mal wieder...“
Shinya
wandte sich zum Ausgang.
„Hey,
warte!“
„Was?“
Der
Drummer drehte sich um.
„Guck
nicht so traurig! Das bricht einem ja das Herz! Ich weiß auch, dass es scheiße
ist, wenn man so allein ist, aber Trübsal blasen hilft nichts! Komm, lass uns
irgendwo anders hingehen und zusammen ein wenig Spaß haben.“
Shinya
blickte Ryutaro eher misstrauisch an, aber schließlich nickte er zögerlich.
Ryutaro lächelte und hakte sich bei Shinya ein.
„Ich
kenne eine gemütliche Bar hier in der Nähe. Da gehen wir jetzt hin!“
Sie
waren etwa 10 Minuten gegangen und standen nun vor einer Tür. Shinya rieb seine
Hände aneinander, die eiskalt geworden waren. Er bibberte in der kalten
Nachtluft und Ryutaro lächelte ihm freundlich zu.
„Gleich
wird dir wieder wärmer! Ganz bestimmt!“
Ryutaro
öffnete die Tür und zog Shinya mit hinein. Die Bar war spärlich beleuchtet,
aber warm, sah gemütlich aus und roch nicht im geringsten nach Kneipe.
Ryutaro
winkte dem Barkeeper fröhlich zu und half Shinya anschließend aus seinem
Mantel.
„Ich
habe dir extra das Sofa freigehalten, Schatz!“, rief der Barmann Taro zu.
//Schätzchen?!//,
dachte Shinya, hatte aber keine Zeit zum Fragen, denn Ryutaro zog ihn direkt
weiter.
Der
Vokalist ließ ihn auf einer weichen Ledercouch Platz nehmen, in der er fast
versank und reichte ihm die Getränkekarte.
„Am
besten, du bestellst dir etwas warmes! Heiße Schokolade, oder so!“
„Wäre
gut...“
Der
Barkeeper kam kurz darauf zu ihnen und grinste Taro an.
„Das
übliche?“
„Nee,
ist so kalt draußen! Heute mal lieber ne heiße Schokolade mit Baileys.
„Und
du, Schätzchen?“
Shinya
fand es ziemlich irritierend, Schätzchen genannt zu werden.
„Äh..
äh... ich nehme das gleiche!“
„Okay,
ihr Süßen. Kommt sofort!“
Ryutaro
begann zu reden. Er redete und redete, obwohl viele Leute ihn für eine stille
Person hielten. Shinya hörte aufmerksam zu, sah sich aber gleichzeitig
aufmerksam um. Er warf einen Blick auf eine Zeitung neben ihm, auf der nur Männer
abgebildet waren. Verwirrt runzelte der Drummer die Stirn und wollte Ryutaro
etwas fragen, aber da kam der Barkeeper, stellte einen Kakao vor Shinya, grinste
ihn an und beugte sich zu Ryutaro.
„Entzückend...
wirklich entzückend!“, flüsterte er, aber immerhin so laut, dass auch Shinya
es problemlos hören konnte.
„HÄ?!“,
zischte Shinya etwas verärgert, als sie wieder alleine waren.
„Er
hat dich gemeint...“, antwortete Taro etwas zerknirscht.
„Sag
mal...“ Shinya sah Ryutaro fest in die Augen. „Wieso habe ich das Gefühl,
in einer Schwulenbar zu sein?!“
Ryutaro
lächelte unschuldig und sah Shinya unter seinen langen Wimpern heraus in die
Augen.
„Tja...
weil es wohl die Wahrheit ist... Bist du mir böse?“
„Baka!“,
knurrte Shinya und gab dem Sänger eine sanfte Kopfnuss.
Ryutaro
lachte und redete weiter auf Shinya ein. Die Bar hatte sich immer mehr mit
Menschen gefüllt, aber Ryutaro und Shinya achteten nicht auf sie, sondern nur
aufeinander.
„Ich
muss mal für kleine Taros, bin aber gleich wieder da!“, grinste der Vokalist
schließlich und stand auf.
Shinya
seufzte, rührte seinen Kakao um und nippte daran. Wer hätte gedacht, dass sich
dieser Abend noch so positiv entwickeln würde?! Er hatte wirklich viel Spaß
mit Ryutaro.
Da
setzte sich plötzlich jemand neben ihn. Verwirrt sah Shinya den Fremden an und
dann legte er plötzlich die Hand auf Shinyas Knie. Und dabei grinste er auch
noch dreckig.
„Na,
Kleines? Hat dein Freund dich allein gelassen?“
Shinya
holte tief Luft und wollte losschreien, als jemand anderes quer durch die Bar brüllte.
Ryutaro stürmte auf sie zu.
„Verpiss
dich, er ist meine Eroberung!!“, fauchte er böse und schmiss den Mann vom
Sofa.
Er
drückte Shinya beschützend an sich und starrte den Fremden so lange lodernd
an, bis sich dieser endlich trollte.
„Tut
mir leid, Schatz!“, sagte Taro laut. „Ich hätte dich nicht alleine lassen
sollen.“
„BITTE?!“,
fauchte Shinya leise.
Ryutaro
ließ Shinya los, beugte sich aber zu seinem Ohr. Er hätte Shinyas eisigem
Blick so oder so nicht standhalten können.
„Tut
mir leid...“, flüsterte Ryutaro ihm ins Ohr. „Heute ist Single-Party und
ich wusste es nicht... Gerade auf der Toilette habe ich ein paar Fetzen eines
Gesprächs aufgegriffen, indem es um dich ging. Weil du so süß bist und so...
Deswegen habe ich mich beeilt und bin schnell zurückgekommen. Und als ich denn
diesen Kerl gesehen habe, hatte ich Angst um dich und wollte dich beschützen.
Ich wusste keine andere Möglichkeit, als die, die ich eben angewandt habe...“
Shinya
seufzte. „Ist ja schon gut... Aber warum hast du mich hierher geschleppt?“
„Weil
es hier so gemütlich ist...“
„...
ja, da hast du Recht. Vom Prinzip her gefällt es mir ja auch gut, aber das
gerade war wirklich nicht nötig. Aber ich mag deine Gesellschaft und will mich
nicht mit dir streiten. Immerhin verstehen wir uns gerade so gut.“
Ryutaro
wurde vor Freude ganz rot und wippte begeistert auf und ab. Shinya schlug
elegant die Beine übereinander und trank noch einen Schluck aus seiner gläsernen
Tasse. Dann schweiften seine Blicke durch den Raum. Einige Augen ruhten auf ihm,
während in manchen Ecken schmusende Pärchen zu erkennen waren. Unter den
Blicken dieser Leute rückte Shinya unwillkürlich näher zu Ryutaro und griff
plötzlich krampfhaft nach dessen Hand. Das Gesicht presste er dicht in das
Oberteil des anderen.
„Diese
lüsternen Blicke machen mir Angst...“, murmelte er.
„Ich
wusste was dagegen...“, raunte Ryutaro zurück.
„Lass
uns einfach Pärchen spielen, dann lassen die Leute uns auch in Ruhe...“
„Was?“,
fragte Shinya erschrocken und kicherte gleichzeitig.
„Ja!“,
sagte Ryutaro und meinte es todernst. „Lass uns Pärchen spielen!“
Shinya
lachte auf. „Du bist so verrückt!“
Trotzdem
rückte er näher zu Ryutaro.
„Ich
weiß und ich weiß auch, dass du es magst!“, antwortete Taro und zog Shinya
ganz dicht an sich.
Er
gab vor, Shinyas Hals zu küssen und zog den Jüngeren schließlich auf seinen
Schoss. Shinya quietschte und schlang die Arme um Ryutaros Hals, um nicht das
Gleichgewicht zu verlieren. Ryutaro nahm Shinya in den Arm und grinste ihn
verschmitzt an. Eine Weile taten sie so, als würden sie sich wild befummeln und
küssten, dann griff der Ältere nach Shinyas Hüfte. Er begann ihre Körper in
einem Rhythmus zu bewegen, dass es so aussah, als würden sie sich aneinander
reiben. Shinya presste sich an Ryutaro, sein Gesicht an dessen Hals und begann
zu kichern, als er Ryutaro stöhnen hörte.
„Mmmm...
Shinya... Shinya...“
Taro
machte weiter und Shinya kicherte immer noch. Ab und zu wimmerte und stöhnte er
leise auf, um Ryutaro zu unterstützen. Dann warf der Vokalist den Kopf zurück
und stöhnte laut. Shinya stimmte ein und beide täuschten kunstvoll einen
Orgasmus vor. Eine Weile saßen sie noch aufeinander und keuchten laut, um den
richtigen Eindruck zu bewahren. Dann stand Shinya auf und zog den Älteren mit
sich. Sie zogen sich ihre Mäntel an, bezahlten und liefen hinaus auf die Straße.
Kaum standen sie draußen, begannen sie auch schon zu lachen. Sie lachten und
benahmen sich so ausgelassen, wie Kinder. Taro warf seine Arme um Shinya und hob
ihn in die Luft. Sie drehten sich im Kreis und als Shinya wieder festen Boden
unter den Füßen hatte, rannte er los. Sein Freund folgte ihm.
In
einem kleinen Park holte er Shinya ein, riss ihn herum und drückte ihn gegen
den nächsten Baum. Shinya schaute so erschrocken, dass Ryutaro ihn sofort
losließ.
„Sorry...“,
murmelte er und senkte den Kopf.
„Schon
gut...“ Shinya nahm seine Hand. „Na, was ist? Bringst du mich noch nach
Hause?“
Ryutaro
blinzelte überrascht. „Äh...ja! Sehr gerne!“
Shinya
grinste und hakte sich bei Ryutaro unter. Sie gingen durch die Nacht. Ihr
Wohnviertel war nicht weit entfernt. Wenn Shinya fror, presste er sich einfach
dichter an den anderen. Sie sagten kein Wort, sondern fühlten einfach nur die
Anwesenheit des anderen. Gerade das war eine sehr intime Art der Verständigung
für sie.
Doch
schließlich standen sie vor dem Penthouse, indem Shinya wohnte.
„ich
komme noch kurz mit hoch, ja? Ich will sicher sein, dass du auch in deiner
Wohnung ankommst...“
Oben
schloss Shinya die Tür auf und lächelte Taro an.
„Warte
einen Moment...“
Shinya
verschwand kurz und kam mit einem langen, bunten Schal zurück. Er band ihn
Ryutaro um den Hals.
„Hier!
Damit du dich nicht erkältest! Und vielen Dank, für den schönen Abend!“
„Ich
bedanke mich für den Schal, Shinchan...“, flüsterte der Vokalist zärtlich,
beugte sich vor und gab dem Drummer einen sanften Kuss auf die Lippen. „Schlaf
gut. Wir sehen uns sicher irgendwann wieder...“
Dann
ging er. Shinya blieb in der Tür stehen, bis die Schritte des anderen im
Treppenhaus verhallt waren. Sorgsam schloss er die Tür, schob den Riegel davor
und sank langsam auf den Boden. Seine Wangen glühten und sein Herz schlug wie
verrückt. Er würde Ryutaro wiedersehen. Das war sicher. Und noch etwas
anderes war sicher.
Shinya
hatte sich verliebt!
~owari~
Fertig!!!
Juhuuuu!! Den größten Teil habe ich in der Schule geschrieben. Ich schreibe nämlich
meistens vor, müsst ihr wissen. ^^ Nyu, und erwischt haben sie mich, Kami sei
Dank, noch nicht, wenn ich in Mathe oder Erdkunde oder Englisch mal wieder
Fanfics schreibe.
Ich
hoffe, sie gefällt euch. Besonders dir, Evil! Ich mag sie sehr! Vielleicht
etwas kurz, aber ich darf auch mal faul sein! Trotzdem ich weiß nicht genau, ob
ich das jetzt einfach so im Raum stehen lassen oder weiterschreiben soll... Was
meint ihr?
Jaaa,
und am 26.11 kriege ich endlich meine Flat und kann viel öfters zu Animexx und
mich mehr mit allem befassen. Dann schreibe ich auch öfters zurück,
versprochen! ^^ *froi* Viel Spaß noch!!
by
Neko
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